Beim Nordic Walking wird Gehen durch den effektiven Einsatz von 2 Stöcken im Rhythmus der Schritte unterstützt. Das Pole Walking (Pole = Skistock) wurde 1992 in der amerikanischen Fachliteratur vorgestellt. Es wurde als Walking mit veränderten Skistöcken zur Unterstützung der typischen Langlauf –Armbewegung erklärt. In weiteren amerikanischen Studien wurden Trainingsreize, Ausdauereffekte und psychologische Profile von Walking mit Stöcken untersucht. Ein Ergebnis dieser Studien war, dass das Nordic Walking in den Bereich der Ausdauersportarten zuzuordnen ist. Das Interesse blieb zunächst sehr gering, da es keine geeigneten Walking-Stöcke gab und die Technik des Nordic Walking nicht weiter entwickelt wurde. Nordic Walking ist eine Ausdauersportart, die seit 1997 in Finnland seine Anhänger findet. Es ist ihre Walkingvariante, die im ganzen Jahr zum Tragen kommt. Von den Spitzenathleten aus den Bereichen Biathlon, Langlauf und Nordische Kombination wurde Nordic Walking als Sommertrainingsmethode etabliert. Durch den Einsatz von Stöcken aus einem Carbon-Glasfaser-Gemisch und einem besonderen Handschlaufensystem wird die Armmuskulatur trainiert.
Einsteiger sollten im flachen Gelände mit dem Training beginnen. Durch die ergonomisch geformten Handschlaufen, die noch individuell einstellbar sind, ist der gute Sitz der Stöcke möglich. Achten Sie bei den Stöcken auf links und rechts. Sie führen ihre Hand von unten in die Schlaufe, umfassen den Griff und befestigen den Klettverschluss über dem Handrücken. An der kleinen Schlaufe oben an dem Nordic Walking Stock können Sie mit dem Klemmkeil die Entfernung vom Griff zur Handfläche einstellen. So ist gewährleistet, dass auch bei geöffneter Hand der Stock an dieser bleibt. Walken Sie zuerst ohne Stockeinsatz, indem Sie wie beim Spazierengehen die Arme neben dem Körper pendeln lassen. Die Hände sind zunächst nur passiv in den Schlaufen. Die Stöcke schleifen über den Boden und Sie gehen aufrecht mit größer werdenden Schritten. Gelingt Ihnen die Arm- und Beinkoordination, dann führen Sie die Arme weiter nach vorne bis etwa Bauchnabelhöhe und schieben nun mit leichtem Druck den Stock nach hinten. Dabei sollten die Griffe nicht fest umklammert sein. Walking ist eine Sportart mit zyklischem Bewegungsablauf. Wird die linke Ferse aufgesetzt, dann hat immer der rechte Stock Bodenberührung und die rechte Ferse, wenn der linke Stock aufsetzt. Die Stöcke werden nah am Körper geführt. Beim Aufsetzen auf den Untergrund ist etwas Widerstand spürbar. Diesen erhöhen Sie, indem Sie die Spitze der Stöcke nun ein wenig kräftiger in den Boden drücken. Bereits jetzt werden Sie feststellen, dass Sie schneller werden. Durch die Verlängerung der Schritte wird sich die Geschwindigkeit erhöhen. Diese Bewegungsabläufe werden Sie nach einigen Trainingseinheiten verinnerlicht haben. Ist Ihnen die Technik mittlerweile besser vertraut, dann sollten Sie die Griffe nicht permanent umklammert halten, sondern öffnen die Hände hinter dem Körper. Dies machen Sie immer dann, wenn Sie den hintersten Abdruck-Punkt erreicht haben. Auf diese Art verhindern Sie, dass Ihre Hand-, Arm- und Schultermuskulatur verspannt.
Bei Fitnessgeräten im Studio sind die Bewegungsabläufe starr vorgegeben, und man trainiert in einem Raum. Dagegen ist Nordic Walking eine Ausdauersportart in der freien Natur. Durch den Einsatz der Stöcke beim Nordic Walking erzielt man im Gegensatz zum normalen Walken bei gleichem Tempo einen 20 Prozent höheren Kalorienverbrauch und eine bessere Sauerstoffaufnahme. Um 40 Prozent steigt der Kalorienverbrauch sogar gegenüber einem Wanderer. Befragte Nordic Walker empfinden den Sport nicht als anstrengend, da die Belastung auf mehr Muskeln verteilt wird. Zum Abnehmen wird diese Ausdauersportart ausdrücklich empfohlen. Bei diesem Training wird der Fettstoffwechsel stärker angeregt, denn nicht alle Muskeln kommen volle Pulle zum Einsatz. Auch bei Personen, die Problemen mit der Wirbelsäule haben, konnten gute Ergebnisse erzielt werden. Es wurden Angestellte mit Beschwerden durch PC-Tätigkeit beobachtet, die an einem Nordic-Walking-Training teilnahmen. Nach einiger Zeit traten bei der Hälfte der Teilnehmer keine Rückenbeschwerden mehr auf. Außer der Bein- wird ebenfalls die Arm-, Schulter-, Brust-,Bauch- und Rumpfmuskulatur trainiert. Die Nacken- und Schultermuskulatur verspannt weniger, wobei dadurch seltener Kopfschmerzen auftreten. Die Stöcke geben einen sicheren Halt auf rutschigem Boden, Eis und Schnee. Durch den Vierfüßlergang beim Nordic Walking werden die Knie, der Rücken und die Gelenke je Stockeinsatz um fünf bis acht Kilo entlastet. Außerdem erzielt der Nordic Walker bergan mit seinen Stöcken eine Art "Vierradantrieb". Beim Bergabgehen wird das Körpergewicht teilweise aufgefangen. Das schont die Gelenke und macht Nordic Walking zu einer sanften Ausdauersportart. In Deutschland sieht man immer mehr Nordic Walker. Viele Menschen mit Übergewicht oder orthopädischen Problemen finden Gefallen an dieser sanften Ausdauersportart. Probieren Sie es doch einfach einmal aus. Vielleicht werden auch Sie die Kniebeschwerden oder das Rückenproblem los. Falls Sie länger keinen Sport betrieben haben oder Übergewichtig sind, befragen Sie zuerst Ihren Arzt. Er wird Sie sicherlich eingehend befragen und entsprechend untersuchen. Falls keine medizinischen Bedenken bestehen, wird er Ihnen bestimmt zu dieser sanften Ausdauersportart raten.
Was bringt mir diese Ausdauersportart?
  • Die Ausdauer wird verbessert.
  • Eine Gewichtsabnahme ist möglich.
  • Fett wird abgebaut und der Muskelaufbau wird gefördert.
  • Nordic Walking ist ein ideales Training für Bauch, Beine und Po.
  • Das Immunsystem wird durch die Bewegung in freier Natur gestärkt. Man hat seltener eine Erkältung.
  • Während des Trainings bleibt Zeit zum Nachdenken.
  • In der Gruppe werden nette Gespräche geführt.
  • Stress wird abgebaut, ohne dass Sie sich verausgaben.
  • Körper, Geist und Seele werden ins Gleichgewicht gebracht. Sie schöpfen neue Kräfte.
  • Sport an der frischen Luft macht Spaß und man kommt der Natur näher. Walkt man an Feldern vorbei, dann nimmt man deren Jahreskreislauf wieder wahr.
Der Philosoph Arthur Schopenhauer stellte treffend fest:
Gesundheit ist gewiss nicht alles, aber ohne Gesundheit ist alles nichts!
Bereits vor 2000 Jahren verbreitete der römische Satiriker Juvenal die ganzheitliche Auffassung:
Anima sana in corpore sano! - Ein gesunder Geist ruht in einem gesunden Körper!
Jeder weiß eigentlich, dass Bewegung und Sport in der richtigen Dosierung gesund sind. Wie so oft gibt es natürlich reichlich "faule" Ausreden wie:
  • Den ganzen Tag laufe ich im Büro oder Haus herum.
  • Stress habe ich schon genug.
  • Es regnet, stürmt oder schneit.
  • Mit meinen Knien oder Bandscheibe habe ich Probleme.
  • Alleine habe ich keine Lust. Das ist mir zu langweilig.
  • Sport ist Mord.
  • Ich habe schon lange keinen Sport mehr getrieben.
  • Für Sport habe ich keine Zeit.
  • Ein Fitnessstudio ist mir zu teuer.
  • In bin an feste Zeiten gebunden.
Einige Argumente die für die Ausdauersportart Nordic Walking sprechen:
  • Das so genannte "laufen" im Haus oder Büro ist nur gehen mit Pausen. Erst ein Training ab 30 Minuten fordert den Kreislauf und verbrennt genug Kalorien.
  • Beim Nordic Walking kann man sehr gut den Alltagsstress außen vor lassen und entspannen.
  • Schlechtes Wetter gibt es nicht, nur die falsche Kleidung. Mit entsprechender Funktionskleidung lässt sich auch diesen äußeren Einflüssen entgegentreten.
  • Nordic Walking ist durch die Stöcke eine sehr gelenkschonende Sportart.
  • Diese Sportart kann man sehr gut auch in der Gruppe, mit Freunden oder Bekannten betreiben. Vielerorts gibt es Lauftreffs oder Sie belegen einen Nordic Walking Kurs. Die Volkshochschulen und viele Vereine bieten diese zum Beispiel an.
  • Vom Nichtstun werden Muskeln abgebaut, die man besser bewegen sollte.
  • Gönn dir Zeit! Kein Tag hat genug Zeit, aber jeden Tag sollten wir uns genug Zeit nehmen.
  • Für seinen Körper und die Gesundheit sollten wir Zeit haben.
  • Mit den Stöcken und gutem Schuhwerk hat ein Nordic Walker bereits die Grundausstattung. Ein Monatsbeitrag wie in einem Fitnessstudio fällt nur bedingt an, wenn überhaupt.
  • Bei dieser Sportart kann man sich das wann und wo sehr gut einteilen.
Was spricht besonders für diese Ausdauersportart?
Zuerst einmal die vier "K": Kreislauftraining; Koordinationstraining; Krafttraining; Kalorienverbrauch
Und des Weiteren: geringe Verletzungsgefahr; Zeitaufwand nach Wunsch; geringer Materialbedarf
   

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Sonntag, 23. September 2018
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